Amanda Bohlken: Die dritte Dimension der Tränen


Amanda Bohlken: Die dritte Dimension der Tränen

Artikel-Nr.: 112001
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Amanda Bohlken: Die dritte Dimension der Tränen
DDR-Flucht – Haft und Trauma - Heilungswege

Tagebuch über Prana und politische Traumatisierung

Ein Weg zur Befreiung aus der Opferposition
2. September 1970: Jutta Sorge ist auf „Republikflucht“ aus der DDR via Bulgarien. Der Westliebe wegen. Die Flucht misslingt. Stasi-U-Haft, Frauenzuchthaus Hoheneck, Freikauf in die Bundesrepublik. Unbeschwertes Leben bis 1989. Die Mauer fällt. Der Schutz ist weg. Die Erinnerungen an Entrechtung, Willkür und Zwang nehmen überhand, posttraumatische Störungen wie Platzangst, Panikattacken u. Ä. treten auf. Amanda Bohlken ist Jutta Sorge. Die „gestorbene Zeit“, wie sie die Haftjahre nennt, erweist sich als verwirrende Last von Empfindungen und Gefühlen. Die politisch traumatisierte Amanda Bohlken sucht tastend nach Heilung. Sie findet sie in einem organischen Dreischritt: Psychotherapie, Meditation, Körperenergiearbeit, Pranaheilung. Diese mehrdimensionale Erfahrung bietet Diskussionsstoff, der über den autobiographischen Bericht hinausweist. Die aufregende Flucht, die Zersetzungsmethoden der Staatssicherheit, das harte Urteil über drei Jahre Gefängnis, der grobe Haftalltag bilden die Zeitschichten, auf denen sich die lebhaft geschilderte Gefühlswelt errichtet. Der Weg vom erlebenden zum betrachtenden Ich, dem es gelingt, die Opferposition zu verlassen und sich zugleich vom Trauma zu befreien, das "Alte abzugeben", ist in diesem Tagebuch dokumentiert. Am Ende steht Akzeptanz des Lebensweges, das heißt: Freiheit, Verzeihen, Versöhnung.

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